Einstieg in die Stangenarbeit – 10 simple Cavalettiübungen für jeden!

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Ich möchte euch heute Inspiration und Abwechslung für euch und euer Pferd bringen!

Gerade in der nun beginnenden Wintersaison greift man verstärkt auf die Arbeit an den Basics zurück. Während es draußen immer kälter und eisiger wird, flüchten sich gern alle (insofern man eine Halle hat) in die gemütliche Halle. Damit es Pferd und Reiter nicht langweilig wird und man keine Ausreden finden kann, findet ihr im folgenden 10 sehr simple Stangenaufbauten, die eigentlich in jeder Grundgangart mit entsprechendem Abstand geritten werden können, wobei euch endlose Möglichkeiten der Linienführung offen stehen, die man zusätzlich mit Seitengängen und Übergängen aufpeppen kann. Die Übungen sind wunderbar machbar in “kleineren“ Hallen und können je nach Ausbildungsstand von Pferd und Reiter beliebig verändert werden. Das Rad wurde hiermit nicht neu erfunden, aber man holt sich doch gerne mal ein paar neue Ideen! Gerade für Islandpferde, die gerne mal während der Ausbildung von Zeit zu Zeit in einer bestimmten Gangart besonders “schwächeln“ kommen diese einfachen Übungen für die Arbeit in den drei Grundgangarten wie gerufen. Auch wird der Reiter zu einer korrekten Linienführung aufgerufen, das heißt Schummeln ist nicht möglich und Ausbildungslücken und –defizite können schnell gefunden und korrigiert werden!

1.

Die erste Übung bietet sich wunderbar für den Einstieg in die Stangenarbeit auf gebogenen Linien an. Die zwei Stangen können für den Schritt ca. 80-90cm auseinander gelegt werden, für den Trab ca. 1,20m-1,30m und für den Galopp ca. 3m. Sie liegen längs zwischen B und E bei X so, dass beim Reiten eines Zirkels immer Stangen dabei sind. Des Weiteren kannst du folgendes reiten: Acht, halbe Bahn, durch die Länge der Bahn wechseln/reiten, Volten,…

2.

Das gleiche in grün! Hier legst du die Stangen so, dass du die Linienführung deiner Zirkel genau halten musst. Bei solchen Übungen merkt man bei sehr schiefen Pferden auch schnell, auf welche Schulter sie fallen. Wo drückt das Pferd nach außen? Wo wird der Zirkel immer zu klein? Mit Stangenarbeit kann man sich und sein Pferd wunderbar selbst analysieren. Hier kannst du zusätzlich folgendes reiten:  Acht, halbe Bahn, durch die Länge der Bahn wechseln/reiten, Volten,… Übergänge kann man sehr schön bei X ausführen, da die Stangen noch einmal eine optische Orientierung für Pferd und Reiter darstellen, was es meist erleichtert punktgenau Übergänge zu reiten.

3.

Bei Nummer 3 benötigst du vier Stangen und legst mit ihnen ein Quadrat bei X. Auch diese Übung kann erstmal auf dem Zirkel begonnen werden. Beim durch die ganze und halbe Bahn wechseln durchreitest du das Viereck ebenfalls.  Du kannst Achten und Volten um und durch das Viereck hindurch machen und diese z.B. mit Schulterherein verbinden, bevor du in eine neue Volte übergehst.

4.

Wie alle anderen Übungen auch, kann man diese hier sehr gut an der Longe oder im Freilauf im Longierzirkel angehen. An der geschlossenen Seite zur Bande hin hat man eine nach Belieben höher gelegte Stange für den Anfang im Galopp. Bei X können zwei oder mehr Trabstangen platziert werden. Hier kannst du besonders gut Übergänge zwischen Trab und Galopp üben. Ebenso kannst du das Viereck verkleinern, Volten einbauen oder die Galoppstange einzeln ganze Bahn reiten. (Die Galoppstange ist mit Absicht an der Bande platziert, damit Pferde mit Galoppschwierigkeiten es leichter haben durch die Anlehnung an der Bande.)

5.

Hier kommen Hütchen mit ins Spiel! Wenn du zum Beispiel vermehrt an der Biegung deines Pferdes arbeiten möchtest, platziere dir in jeder Ecke eine Pylone und die Trabstangen kommen auf den 2. bis 4. Hufschlag und könne so bei einer einfachen Schlangenlinie, durch die ganze Bahn drei Bögen oder Viereck verkleinern sowie mit Volten überritten werden.

6.

Um mit etwas höheren Gymnastiksprüngen auf gebogenen Linien zu beginnen und die Arbeit an Übergängen und bestimmten Gangarten interessanter zu  gestalten, kann ein Sprung direkt bei X platziert werden. Selbsterklärend. So kann man auf beiden Zirkeln hin und her wechseln und muss seine große Acht nicht verlassen.

7.

Möchte man  z.B. den Trab seines Pferdes fördern, kann man sich auf jedem Zirkel 2-4 Trabstangen zurechtlegen. Pferde, die im Galopp schon gut ausgebildet sind können diese Übung auch im Galopp absolvieren. Ebenso im Schritt fördert diese Übung Achtsamkeit, Takt, Losgelassenheit und u. a. den Muskelaufbau.

8.

Mit vier seperaten Stangen ist der Kreativität bezüglich der Linienführung und Aufgabe keine Grenze gesetzt. Einzelne Volten kann man wieder mit Seitengängen verbinden, man muss hierbei sehr genau reiten; man kann kleine Zirkel über die Stangen reiten oder einen großen herum. Schlangenlinien können auch eingebaut werden.

9.

Dieser Aufbau fördert durch seine Länge besonders die Aufmerksamkeit und auch das Zusammenspiel der Hilfen des Reiters. Hier muss korrekt geritten werden, um die Stangen zu treffen und schnell die Biegung umzustellen: Bei Schlangenlinien bzw. durch die ganze Bahn drei Bögen und durch die Länge der Bahn wechseln/reiten und Volten können die einzelnen Stangen in allen drei GGAs eingesetzt werden. Die Übung eignet sich u. a. sehr gut um das Umstellen zwischen den einzelnen Biegungen der Bögen zu üben.

10.

Das Dreieck ist eine sehr schöne Übung und kann fast geritten werden wie das Viereck.  Hier kannst du wieder durch die ganze und halbe Bahn wechseln oder unter anderem Volten herum und durch reiten. Auch hier kannst du durch die Länge der Bahn reiten. Je nachdem wie man das Dreieck anreitet, kann im Schritt, Trab und Galopp gearbeitet werden.

1 Comment

  1. Franzi sagt:

    Woow, soo hilfreich. Danke für deine Mühe und Arbeit bei der Zusammenstellung der Übungen. Werd morgen gleich mal eine Übung ausprobieren.

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