Warum ich den Stall wechseln werde…

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Warum überhaupt?  

Warum so knapp vor dem Studium?

Warum ich so glücklich mit der Entscheidung bin.

Der ein oder andere mag sich denken: „Warum zu so einem nebensächlichen Thema einen Beitrag schreiben?“, doch ich habe nach dem Instagrampost hierzu sehr viele Fragen bekommen und kann sie nun aus dem Weg räumen.

Man muss sich vorstellen, dass ich quasi mein halbes Leben am Pferdehof verbringe und das eben ein riesiger Teil in meinem Tag ist, den ich ja auch mit euch teile.

Ich habe an meinem jetzigen Stall mit 6 Jahren das Reiten angefangen. Hier habe ich meine beste Freundin kennen gelernt. Hier haben wir unser erstes Pferd gekauft und hier habe ich immer noch jeden Tag die besten Unterhaltungen mit meinen Stallkollegen. Trotz den vielen lieben Menschen ist mir dieser Ort ein bisschen fremd geworden.

Ich sträube mich jedes Mal ein bisschen dagegen meine Pferde wieder in den Paddock zurück zu stellen.

Es ist nicht so dass es hier nicht schön ist, doch ich fühle mich nicht mehr Zuhause. Ich bin die letzten Jahre, vor allem seit ich Gasella habe, so viel unterwegs gewesen und habe auch ein bisschen was gelernt. Mittlerweile weiß ich, dass ich meinen Pferden und auch mir mehr bieten möchte. Ich möchte motivierten Unterricht, der mich und meine Pferde weiterbringt, und zwar bei dem Trainer meiner Wahl. Ich möchte sicher sein, dass meine Pferde nach dem Training in ihren Stall zurückgehen und sich so wohl wie möglich fühlen und ich möchte mich freuen, überhaupt da zu sein mit Menschen, die gleichermaßen am Wohlergehen ihrer Pferde interessiert sind und sich aktiv dafür einsetzen und weiterbilden. Ich möchte mehr machen. Und das kann ich hier nicht in dem Umfang, in dem ich es mir vorstelle.

„If we don´t change, we don´t grow. If we don´t grow, we aren´t really living.“ -Gail Sheehy

Also geht es in einen etwas weiter entfernten Stall, der mir und vor allem den Pferden alles bietet, was das Herz begehrt. Ich weiß, ich kann mich dort frei entfalten und mit Freude und viel kreativem Freiraum in die Zukunft schauen. Die Pferde werden nochmal auf einem ganz anderen Level betreut und gehalten, was es ihnen sicherlich um einiges einfacher macht Leistung zu bringen und auch folglich zu entspannen. Dazu kommt auch, dass die geografische Lage des Stalls recht geschickt ist, da ich vermutlich in einem Jahr dort in der Nähe studieren werde. Das bedeutet zwar, dass mein Weg sich langfristig um ca. 20 Minuten jeweils verlängert, doch das ist es mir wirklich Wert.

Das ist also eine ganz persönliche, lang durchdachte Entscheidung und diese geht nicht gegen irgendjemanden oder einen Betrieb. Ich habe mich absichtlich die letzten Jahre sehr bemüht im Internet so wenig wie möglich zu erwähnen, wo genau meine Pferde zuhause sind und so wird dies auch bleiben. Es wäre unfair persönliche Gedanken von mir als „maßstabgebende Kritik“ zu sehen. Es geht hier vor allem um mein Gefühl und die Ansprüche, die ich (auch an mich) mittlerweile habe.

Wir werden in einem knappen Monat unseren Stall verlassen, dann geht es auf einen Lehrgang und im Anschluss direkt ins neue Zuhause.

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