When nothing goes right, go left.

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„It’s not about perfect. It’s about effort. And when you bring that effort every single day, that’s where transformation happens. That’s how change occurs.“

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Das Wichtigste, was mir in den letzten zwei Monaten bewusst wurde (bzw. eigentlich schon vorher :D), in denen ich und Gasella nur im Schritt unterwegs waren (aufgrund einer Lungenproblematik) ist, dass man sich alle Zeit der Welt nehmen sollte.

Klingt doof, ist aber so.

Als Reiter verkopft man sich sehr schnell in die Arbeit, so ehrgeizig wie man eben ist, so weit man eben kommen will.

Aber es gibt eben Zeiten, da klappt es nicht. Mensch es will einfach nicht klappen. Und den besten Tipp, den ich je bekommen habe ist: Wenn du das Gefühl hast, das wird nichts mehr, steig ab, nimm den Sattel runter, räum dein Pferd auf und fahr nach Hause. Und wenn du am nächsten Tag wieder kommst, arbeitest du an etwas komplett anderem.

Den Kopf freikriegen und sich auf etwas anderes konzentrieren: Deswegen laufen unsere Pferde immer schöner, wenn niemand zuschaut! Ja man will ja auch niemanden beeindrucken oder um jeden Preis Fehlerchen vermeiden, wenn man alleine auf dem Platz rumgurkt.

Manchmal muss man umdenken, wo anders ansetzen, das Pferd von hinten aufsatteln…Mal dahingestellt, ob man so einen Knoten im Pferdekopf oder viel wahrscheinlicher im Eigenen löst.

Im letzten Monat habe ich mich noch mehr um die Bodenarbeit und die Gymnastizierung im Schritt gekümmert und ich kann große Verbesserungen in der Rittigkeit und vor allem an der Genauigkeit meiner Hilfen feststellen. Klar macht ja Sinn, Übung macht schließlich den Meister.

Aber wie oft gehen wir unterbewusst den schwierigen oder noch nicht so guten Dingen aus dem Weg? „Oooch am Turnier mach ich das nicht so schnell und schlampig!“ Pfff doch!

In der Routine geht uns manchmal der Sinn für das kleinste Detail verloren. Und eben dieses kleine Detail ist meistens der Schlüssel zum “Problem“. Also einfach mal zurück auf die Basics besinnen. Mal zwei Wochen Schritt einlegen oder mal eine Woche konsequent am Boden arbeiten. Zwei Monate am Trab arbeiten,… Oder einfach nur am nächsten Tag etwas komplett anderes machen. Das macht man viel zu wenig denn, der Gedanke „Da leidet alles andere drunter und das ist so langweilig, wenn ich jetzt nur (z.B.) Bodenarbeit mache!“ kommt uns schnell in den Sinn, doch die Einstellung „ Wir üben das jetzt bis zu Vergasung, egal wie lange diese Einheit wird und egal wie viel Tage wir hintereinander auf Granit beißen, das wird jetzt jeden Tag geübt.“ richtet deutlich mehr Schaden an, denn man wird verbissen und fokussiert sich zu sehr auf dieses Eine. Jeder Reiter kennt diesen Gedanken: „Hätte ich mal früher aufgehört oder was anderes gemacht…“

Kreativität und Einfallsreichtum zahlen sich aus und die sorgfältige Basisarbeit macht sich in allen Bereichen bemerkbar, man muss nur genau hinhorchen. Genau aus diesem Grund mache ich mir gerne Notizen und eine Art Trainingsplan um die Abwechslung und die spielerische Arbeit im Gelände, auf dem Platz, am Boden und auf der Bahn zu vereinen und so strukturiert ans “Ziel“ zu kommen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist diese Abwechslung, die neuen Ideen, das „“Andere“ gerade gut für uns, für diejenigen, die sich gerne verkopfen. Auch wenn wir uns das manchmal selber nicht ganz eingestehen wollen :).  Aber wenn wir uns auf unsere eigenen Fehler besinnen und unseren Umgang mit “Problemen“ analysieren, dann können wir so viel mehr erreichen, denn die innere Einstellung verändert sich und wir gehen an das tägliche Training mit komplett anderer Energie.

Was sind eure Gedanken zur inneren Einstellung beim Reiten, verkopft ihr euch schnell, erstellt ihr euch einen Trainingsplan oder geht ihr die ganze Geschichte komplett anders an? Schreibt gern einen Kommentar!

Eure Klara

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1 Comment

  1. Lea sagt:

    Die innere Einstellung ist wirklich entscheidend. Gerade den Winter nutze ich um von Boden zu gymnastizieren und Dinge zu verfeinern. Auch durch Anregungen meiner Trainerin kann ich so immer Abwechslung ins Training bringen.

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